Die Kugel und das Opium VERANSTALTUNG WIRD VERSCHOBEN

  • Liao Yiwu
  • Leben und Tod am Platz des Himmlischen Friedens
  • Literature

WEGEN KRANKHEIT MUSS DIE VERANSTALTUNG LEIDER VERSCHOBEN WERDEN, BEREITS GEKAUFTE TICKETS BEHALTEN IHRE G?LTIGKEIT ODER K?NNEN AN DER JEWEILIGEN VORVERKAUFSTELLE ZUR?CK GEGEBEN WERDEN. WIR WERDEN SIE RECHTZEITIG ?BER EINEN NEUEN TERMIN INFORMIEREN.

Am frühen Morgen des 4. Juni 1989 mobilisierte die chinesische Regierung die Volksbefreiungsarmee, um die friedlichen Demonstrationen Zehntausender Studenten niederzuschlagen, die mehr Freiheit und Demokratie forderten. Am Platz des Himmlischen Friedens richteten sie ein Massaker an, das die Welt schockierte. Wie viele Menschen die Panzer niederrollten, wie viele Studenten von Soldaten erschossen oder zu Tode geprügelt wurden, gab die chinesische Regierung nie bekannt.

Liao Yiwu, der über das Massaker ein Gedicht verfasste und dafür vier Jahre inhaftiert wurde, führte über Jahre hinweg heimlich Interviews mit Augenzeugen und Angehörigen der Opfer. Entstanden ist ein ebenso schockierendes wie bewegendes Zeugnis der unfassbaren Ereignisse vom 4. Juni und eine Verneigung vor den mutigen Menschen, die für ihre ?berzeugungen mit ihrem Leben einstanden.

Liao Yiwu, diesjähriger Träger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels, wurde 1958 in der Provinz Sichuan geboren und wuchs als Kind in gro?er Armut auf. 1989 verfasste er das Gedicht ?Massaker?, wofür er vier Jahre inhaftiert und schwer misshandelt wurde. 2007 wurde Liao Yiwu vom Unabhängigen Chinesischen PEN-Zentrum mit dem Preis »Freiheit zum Schreiben« ausgezeichnet, dessen Verleihung in letzter Minute verhindert wurde. 2011gelang es ihm, China zu verlassen. Seitdem lebt er in Berlin.