Entfällt: Fatima Daas

  • Die jüngste Tochter
  • Literatur

In Frankreich wurde der Debütroman von Fatima Daas, Die jüngste Tochter (La petite dernière), als sprachgewaltige Geschichte weiblicher Selbstermächtigung gefeiert.

Die Protagonistin Fatima ist die Nachzüglerin in ihrer Familie und die einzige, die nicht in Algerien, sondern in Frankreich geboren wurde, die Französin ist. Mit der Familie lebt sie in der Pariser Banlieue; zur Universität in Paris fährt sie täglich drei Stunden in öffentlichen Verkehrsmitteln. Sie trägt den Namen der jüngsten Tochter des Propheten Mohammed – „einen Namen, den man ehren muss. Einen Namen, den man nicht ‚beschmutzen‘ darf“. Fatima ist praktizierende Muslimin, sie liebt ihren Gott – und Frauen. Fatima ist lesbisch.

In jeglicher Hinsicht befindet sie sich dazwischen, immer. Sie gehört nirgendwo ganz dazu und weigert sich zugleich, sich von irgendeiner dieser Identitäten zu entfernen. Wie also mit dieser Zerrissenheit leben?

Fatima Daas wurde 1995 in Saint-Germain-en-Laye als jüngstes Kind algerischer Eltern geboren. Ihr Debütroman stand wochenlang auf der französischen Bestsellerliste, er wird von der Presse gefeiert und in zahlreiche Sprachen übersetzt. 2021 wurde er mit dem Internationalen Literaturpreis ausgezeichnet. Daas bezeichnet sich selbst als intersektionelle Feministin auf der Suche nach einem Feminismus, der sie sowohl als Muslimin wie auch als queere Frau akzeptiert.

Lesung und Gespräch in deutscher und französischer Sprache

Moderation: Sina de la Malafosse
Dolmetschen: Nicoline Erichsen

Im Rahmen der Französischen Woche Heidelberg

In Kooperation mit dem Deutsch-Französischen Kulturkreis (dfk) und mit Unterstützung des Institut français Deutschland

Hinweis

Entfällt

Foto: Joel Saget / gettyimages

Preise

Normal 9,90 €
Ermäßigt 5,90 €
Mitglieder 4,90 €

Aufpreis an der Abendkasse