Mirna Funk

  • Von Juden lernen
  • Vortrag

Wenn es heute um jüdisches Leben geht, dreht sich die Diskussion – insbesondere in Deutschland – meist um den Holocaust, den arabisch-israelischen Konflikt oder Antisemitismus. Dabei ist das Judentum die älteste der monotheistischen abrahamitischen Religionen, das bedeutet eine jahrtausendealte Kultur und Philosophie. Mirna Funk greift in ihrem aktuellen Buch Von Juden lernen (2024) acht Theorien der jüdischen Ideengeschichte auf und bringt sie in Dialog mit dem „Jetzt“. Dazu gehört z. B. „lashon hara“, das Verbot der üblen Nachrede, oder „tikkun olam“, die Pflicht, die Welt zu verbessern. So eröffnet Funk eine neue Perspektive auf politische Debatten, Streitkultur und Persönlichkeitsentwicklung: lebensnah, philosophisch fundiert und einzigartig.

Mirna Funk, Jahrgang 1981, arbeitet als Autorin und freie Journalistin, u. a. für die FAZ, Die Zeit und die Süddeutsche Zeitung. Für ihren Debütroman Winternähe (2015) wurde sie mit dem Uwe-Johnson-Förderpreis ausgezeichnet.

Foto: Markus Witte

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