Michael Göring

  • Dresden
  • Roman einer Familie
  • Literatur

Fabian reist 1975 zum ersten Mal nach Dresden. Er kommt bei Freunden der Eltern unter. Der Student aus Köln will sehen, ob das Leben in der „Ostzone“ wirklich so schlecht ist, wie sein Vater immer behauptet. Fabian freundet sich schnell mit Gleichaltrigen in Sachsen an und verliebt sich Hals über Kopf in Anne. Diese Verwirrung der Gefühle wird rasch eingeholt vom Alltag im geteilten Deutschland, und als Fabian ein Jahr später erneut nach Dresden reist, ist Anne verheiratet und hat ihren Sohn Leo zur Welt gebracht.
Was trotz des Eisernen Vorhangs eine große Liebe hätte werden können, entwickelt sich über die Jahre zu einer tiefen Freundschaft. Fabian kommt fast jedes Jahr, sucht Annes Nähe, erlebt, wie ihr Bruder Kai durch die Elbe schwimmend in den Westen will und scheitert. Während Kai sich im Hass auf das DDR-Regime der Familie
entzieht, ist dessen Vater Ekki weiterhin davon überzeugt, dass die DDR reformfähig ist. Am 1. Oktober 1989 sitzt Kai im Zug von Prag nach Hof, und Fabian trifft sich mit Anne in Ostberlin.
Michael Göring schreibt eine Liebeserklärung an eine Dresdner Familie und erzählt von den entscheidenden Jahren von 1975 bis 1989. Eine bewegende Familiengeschichte, in der auch beim Westbesucher einiges in Unordnung gerät.

Michael Göring leitet die ZEIT-Stiftung und unterrichtet an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. Nach mehreren Fachbüchern veröffentlichte Michael Göring 2011 den Roman „Der Seiltänzer“, im September 2013 den Roman „Vor der Wand“, im Februar 2016 den Roman „Spiegelberg“, im September 2018 den Roman „Hotel Dellbrück“. Am 11. Februar 2021 ist „Dresden. Roman einer Familie“ erschienen.

Hinweis

Hybridveranstaltung

Foto: Frederika Hoffmann