Die Kamera als stiller Begleiter – Medizin

  • Andrea Diefenbach und Hans Jäger
  • Dialogreihe Fotografie & Wissenschaft
  • Im Dialog

2006 reiste die Fotografin Andrea Diefenbach aus Wiesbaden in die ukrainische Hafenstadt Odessa und fotografierte Menschen, die das HIV-Virus in sich tragen. Nach Russland verzeichnete die Ukraine zu dieser Zeit in Europa und Zentralasien eine der höchsten Raten an HIV-Neuinfektionen. Ihre Aufnahmen zeigen auf sensible aber eindringliche Weise die jeweiligen Lebensumstände und Alltagsängste der Erkrankten. Im Gespräch mit Dr. Hans Jäger, der in den 1980er Jahren in New York die ersten HIV-Patienten behandelte, wird es um die Wirkkraft fotografischer Bilder im Bezug zur medizingeschichtlichen und gesellschaftlichen Rolle der Krankheit gehen.

Ort: Institut für Psychologie, Hörsaal II, Hauptstraße 47–51, 69117 Heidelberg
Sprache: Deutsch

Die Dialogreihe ist eine Kooperationsveranstaltung des Deutsch-Amerikanischen Instituts, des Instituts für Europäische Kunstgeschichte der Universität Heidelberg und der Biennale für aktuelle Fotografie.

Mit freundlicher Unterstützung der Stadt Heidelberg, der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung und der Friedrich Stiftung

 

Hintergrund:
In welchem Verhältnis stehen künstlerische Fotografie und Wissenschaft zueinander? Darüber diskutieren renommierte Fotokünstler*innen und Wissenschaftler*innen aus unterschiedlichen Disziplinen vom 16. Januar bis 2. April 2020 in der achtteiligen internationalen Dialogreihe „Fotografie & Wissenschaft“. Die künstlerischen Arbeiten bilden hierbei den Ausgangspunkt für eine disziplinübergreifende Befragung des Mediums und zeigen das Potential der Fotografie, beide Bereiche miteinander verschwimmen zu lassen.

 

 

Freier Eintritt.