Achim Stegmüller
- Der Prozess der Modernisierung
- Literatur
Virtuos verbindet Achim Stegmüller in seinem neuen Roman Der Prozess der Modernisierung die Bauernaufstände vor 500 Jahren mit Machtkämpfen an einer Universität in Kyoto – erzählt wie ein brueghelsches Wimmelbild. Mittendrin der Kunstgeschichtsprofessor Kobayashi und ein junger, melancholischer Deutschlehrer, der ein kunsthistorisches Symposium zum Bauernkrieg vorbereiten soll. Die Aufgabe fasziniert ihn, doch zunehmend wird er in einen Strudel hineingezogen: aus Enthüllungen und historischen Spiegelungen, aus persönlichen Konflikten und universitären Intrigen.
Ein Panorama, das von Loyalitätskonflikten, unerfüllten Sehnsüchten und einem Funken Hoffnung erzählt. Und auch von einem Menschen, der nach und nach realisiert, dass er unterdrückt wird.
Achim Stegmüller lebt in Kyoto und arbeitet dort an einer Universität als Lektor für Deutsch. Um die Jahrtausendwende studierte er am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig, dann Japanologie in Tübingen. Er veröffentlicht Prosa und Gedichte und erhielt zahlreiche Stipendien und Preise, darunter den Else-Lasker-Schüler-Dramatikpreis für Als wir uns in Shanghai begegneten (2010) sowie den Kyoto Literature Award in der Kategorie Overseas (2024 und 2026).
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