Kulturkampf in der Spätantike?

DAI - Bibliothek

  • Nils Opitz
  • Die letzten Tage der Eule
  • Literatur

Mit seinem Roman „Die letzten Tage der Eule“ erzählt Nils Opitz nicht nur eine spannende Geschichte inmitten der Spätantike, sondern er schält dabei auch den Kulturkampf zwischen neuem Christentum als verordneter Staatsreligion und den alten Göttern und der antiken Kultur heraus. Man liest, wie insbesondere Bücher, Bibliotheken, Philosophie und Wissenschaft unter die Räder der neuen Religion und ihrer Kirche geraten. Der Protagonist ist Gastwirtssohn in Vangiones (Worms) und erhält noch die klassische Bildung bei einem alten Epikureer. Doch diese „Welt der Eulen“ wie auch das Römische Reich als politisches Gebilde zerbricht und zerfällt zusehends um ihn herum.

Historische Romane sind intentionale Erzählungen, die Ereignisgeschichte wie Fakten aufgreifen. War der Aufstieg christlicher Religion zugleich ein Niedergang antiker Kultur? Bereichern fiktive, religionskritische Lesarten ein Verständnis europäischer Religionsgeschichte?

Nils Opitz-Leifheit, Jahrgang 1964, ist Dipl.-Biologe, Parlamentarischer Berater und Autor. Seit 2010 engagiert er sich als Bundessprecher der sozialdemokratischen Laizisten.

Lesung mit Diskussion

Moderation: Adrian Gillmann, AK LaizistInnen in der SPD Heidelberg

Eintritt frei