Ingo Schulze

  • Die rechtschaffenen Mörder
  • Literatur

Wie wird ein aufrechter Büchermensch zum Reaktionär – oder zum Revoluzzer?
Norbert Paulini ist ein geachteter Dresdner Antiquar, bei ihm finden Bücherliebhaber über Jahrzehnte Schätze und Gleichgesinnte. Auch als sich die Zeiten ändern, die Kunden ausbleiben und das Internet Konkurrenz macht, versucht er, seine Position zu behaupten.

Doch dann nimmt die Geschichte eine Wende – und Paulini wandelt sich in einen unversöhnlichen Menschen, der beschuldigt wird, an fremdenfeindlichen Ausschreitungen beteiligt zu sein. Eine tragische Figur? Ein Mörder?

Ingo Schulze erzählt von Deutschland, von „Ost“ und „West“, und zieht den LeserInnen den Boden der Gewissheiten unter den Füßen weg. Eine Geschichte, die falsche Fährten legt und mit falschen – oder zumindest fragwürdigen – DDR-Bildern konfrontiert.

Ingo Schulze, 1962 in Dresden geboren, war nach dem Studium der klassischen Philologie Schauspieldramaturg und Zeitungsredakteur. Er wurde mit internationalen Preisen ausgezeichnet und erhielt für Peter Holtz. Sein glückliches Leben erzählt von ihm selbst (2017) den Rheingau Literatur Preis. Seine Werke wurden in dreißig Sprachen übersetzt.

 

Foto: Gaby Gerster