Das Ministerium für besondere Fälle

DAI - Großer Saal

  • Nathan Englander
  • Literatur

?Das Ministerium für besondere Fälle? erzählt die Geschichte von Kaddisch Poznan und seiner Familie inmitten der Wirren der Militärdiktatur im Argentinien der 70er Jahre.

Unschuldig gerät die Familie in die Mühlen der Justiz, versucht um jeden Preis den verschwundenen Sohn wieder zu finden, erfährt Verachtung durch Nachbarn und falsche Freunde und erlebt die zynischen Verwaltungsapparate, die immer neue Formulare und bürokratische Reglementierungen hervorbringen.

Mit Phantasie und Witz erzählt Nathan Englander die Geschichte einer Familie und zugleich einer Nation. Sein Sinn für das Absurde, seine Balance zwischen Verzweiflung und Hoffnung und sein Verständnis für den Menschen und seine Schwächen stellen ihn in die Tradition von Isaac B. Singer und Philip Roth. Der Leser taucht dabei in eines der schwärzesten und unglaublichsten Kapitel Argentiniens ein, das dennoch als exemplarisch gelten kann für menschliches Verhalten in einer Diktatur.

Nathan Englander wuchs in einer jüdischen Gemeinde in Long Island auf, studierte an der Hebrew University in Jerusalem Englische Literatur und Jüdische Geschichte und lebte einige Zeit in Argentinien. Er arbeitete als Fotograf und Filmemacher, seine Kurzgeschichten wurden in „The Atlantic Monthly“, „The New Yorker“ und verschiedenen Anthologien publiziert. Er lebt in New York City.