Zoo – wozu?

  • Dr. Klaus Wünnemann & Jörg Tröger
  • Geist Heidelberg, Im Dialog

Mehr als 600 000 Menschen jährlich besuchen den Heidelberger Zoo, etwa 50 Millionen Besucher sind es in deutschen Zoos und Wildparks insgesamt, mehr als doppelt so viele wie zu Spielen der Fußballbundesligen gehen.

Zoos sind beliebte Erholungsziele, wo man das Verhalten von Tieren studieren kann, die meistens nur im Fernsehen zu sehen sind. Manchmal sind vielleicht Zweifel angebracht, ob die Zoohaltung von Wildtieren jemals artgerecht zu gestalten ist, andererseits sorgen modern geführte Tiergärten als eine Art Arche Noah dafür, dass vom Aussterben bedrohte Spezies überleben können. Mit internationalen Erhaltungszuchtprogrammen wird für 850 Arten verhindert, dass es zu Inzucht und damit zum Verlust der genetischen Vielfalt einer Art kommt. Naturschutz, biologische Forschung und Bildung sind die Aufgaben, die heute ein Zoo mit wissenschaftlicher Sorgfalt zu erfüllen hat.

Dr. Klaus Wünnemann ist Direktor des Heidelberger Zoos.
Sein Gesprächspartner Jörg Tröger war Kulturredakteur bei SWR 2.

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