Uwe von Seltmann

  • „Es brennt“ – Mordechai Gebirtig
  • Konzert, Literatur, Performance

Wenn die Geschichte anders verlaufen wäre und nicht Millionen Juden mitsamt ihrer Kultur vernichtet worden wären, wäre der jiddische Dichter Mordechai Gebirtig heute so populär wie die Gershwin-Brüder.
Der „Vater des jiddischen Liedes“ wurde 1942 im Krakauer Ghetto von Nationalsozialisten ermordet. Doch rund 170 seiner Gedichte und Lieder haben die Schoah überlebt. Sie sind ein bedeutendes Zeugnis jüdisch-europäischer Kultur und werden weltweit von namhaften Künstlern gesungen und interpretiert. Gebirtigs bekanntestes Lied S’brent („Es brennt“) war während der NS-Zeit die inoffizielle Hymne jüdischer Widerstandskämpfer.

Der Publizist, Dokumentarfilmer und Autor Uwe von Seltmann hat mehrere Bücher verfasst, die sich vor allem mit den familiären, gesellschaftlichen und politischen Auswirkungen der NS-Zeit auf die Gegenwart befassen, z. B. das Standardwerk Schweigen die Täter, reden die Enkel (2004). Er ist Regisseur und Co-Produzent des jiddischen Dokumentarfilms Boris Dorfman – A mentsh (2014).

Hinweis

Die Veranstaltung muss leider krankheitsbedingt ausfallen.

Foto: Yura Drug

Preise

Normal 10 €
Ermäßigt 8 €
Mitglieder 5 €

Aufpreis an der Abendkasse

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