Meine Sprache wohnt woanders

Friedrich-Ebert-Gedenkstätte

  • Lea Fleischmann
  • Gedanken zu Deutschland und Israel
  • Vortrag

Sie wanderten aus nach Israel, das Land, in dem sie die
spirituelle Kraft des Judentums fanden. Lea Fleischmann
und Chaim Noll erleben ihre neue Heimat Israel jeden Tag
in ihrer ganzen Widersprüchlichkeit, und beziehen leidenschaftlich
Stellung. Trotzdem sind sie ihrer alten Heimat
verbunden, dem Land, in dem ihre Sprache wohnt. Ihre
Erinnerungen sind auch der Rückblick auf zwei deutsche
Staaten: Lea Fleischmann wuchs in der BRD auf, Chaim
Noll in der DDR. Sie sehen Deutschland und Israel mit kritischer
Anteilnahme und schonungsloser Offenheit.

Lea Fleischmann wurde 1947 in Ulm geboren und
verbrachte ihre Jugend in Frankfurt am Main. Bis sie 1979
Deutschland verlie?, war sie als Lehrerin tätig. Sie lebt und
arbeitet als deutschsprachige Autorin in Jerusalem und
widmet sich dem deutsch-israelischen und christlich-jüdischen
Dialog: »Begegnungen sind mir wichtig. Ich möchte
kulturelle Brücken bauen.«

In Zusammenarbeit mit der Reichspräsident-Friedrich-Ebert-
Gedenkstätte und der Gesellschaft für christlich-jüdische
Zusammenarbeit (Heidelberg)