Maria Stepanova

  • Winterpoem
  • Literatur

Der Ausbruch der Covid-Pandemie setzte im März 2020 einem Aufenthalt Maria Stepanovas im britischen Cambridge ein Ende. Zurück in Russland verbrachte sie die folgenden Monate in einem Zustand der Erstarrung – die Zeit war „ertaubt“. Als sie aus diesem Zustand auftauchte, begann sie Ovid zu lesen. Motive fanden zueinander, die lange in ihr gewartet hatten. Das Poem, das in einer rauschhaften Inspiration entstand, spricht von Winter und Krieg, von Verbannung und Exil, von sozialer Isolation und existentieller Verlassenheit. Das Werk verwebt Liebesbriefe und Reiseberichte, chinesische Verse und dänische Märchen in eine vielstimmige Beschwörung der gefrorenen und langsam auftauenden Zeit.

Maria Stepanova, geboren 1972 in Moskau, ist die international erfolgreichste russische Dichterin der Gegenwart. Für ihr umfangreiches lyrisches und essayistisches Werk wurde sie vielfach ausgezeichnet. Zurzeit ist sie Fellow des Wissenschaftskollegs zu Berlin.

Sprachen: Russisch/Deutsch
Übersetzung: Irina Kissin

Foto: Sarina Chamatova

Preise

Normal 11,90 €
Ermäßigt 9,90 €
Mitglieder 6,90 €

Aufpreis an der Abendkasse

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