Mahmoud Darwish

DAI - Großer Saal

  • Walter L. Mik, Dr. phil. Sarjoun Karam, Ahmad Al Khatib
  • - in memoriam
  • Literatur

Warum hast du das Pferd allein gelassen? ? Gedichte von Mahmoud Darwish

„Friede hei?t einen Jungen beweinen, dem ein Frauenblick
Das Herz durchbohrte
Keine Kugel, keine Granate.“ beschrieb der palästinensische Dichter Mahmoud Darwish seine Vision im Angesicht des Krieges, den sein Volk seit Jahrzehnten erduldet.

Mit seinen lyrischen Gratwanderungen zwischen Verzweiflung und Hoffnung, Traum und Realität war Darwish bereits zu Lebzeiten die eine Stimme nicht nur der Palästinenser, sondern aller Araber zwischen Maghreb und Bagdad, eine politische und moralische Instanz, die gehört wurde, weil sie den Menschen näher kam als die Machthaber. Seine Gedichtbände erreichten Millionenauflagen und wurden in über 30 Sprachen übersetzt.

„Angesichts der Barbarei kann die Poesie nur überleben, indem sie Partei für die Schwachen ergreift – wie ein Grashalm, der aus einer Mauerritze hervorsprie?t, während die Armeen vorüberziehen.“

Vortragende: Walter L. Mik, Universitätsmusikdirektor in Bonn und Rezitator zahlreicher Projekte; Dr. phil. Sarjoun Karam, Dozent an der Universität Bonn und Schriftsteller aus dem Libanon; Ahmad Al Khatib, Palästinensischer Lautenvirtuose, Komponist und Hochschullehrer