Ines Geipel

  • Umkämpfte Zone. Mein Bruder, der Osten und der Hass
  • Literatur

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Fremdenfeindlichkeit und Hass auf „den Staat“: Verlieren wir den Osten Deutschlands?
Ines Geipels Buch sucht Antworten auf das „Warum“ der Radikalisierung. Es erzählt von den Schweigegeboten nach dem Ende der NS-Zeit, der Geschichtsklitterung der DDR und den politischen Umschreibungen nach der deutschen Einheit. Verdrängung und Verleugnung prägen die Gesellschaft bis ins Private hinein, wie die Autorin mit der eigenen Familiengeschichte eindrucksvoll erzählt.

Ines Geipel betrieb sechs Jahre lang Hochleistungssport in der DDR. Nach einem Germanistik-Studium in Jena floh sie 1989 nach Westdeutschland und studierte Philosophie und Soziologie in Darmstadt. 2000 war sie Nebenklägerin im Prozess gegen die Drahtzieher des DDR-Zwangsdopings. Heute ist sie Professorin für Verssprache an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin und Mitarbeiterin des Hannah-Arendt-Instituts.

Foto: Amac Garbe